Die Zahl p

Warum, weiß ich nicht, aber heute erinnere ich mich an die Versuche zur Selbstbezüglichkeit in Douglas Hofstadters wunderbaren Büchern „Gödel, Escher, Bach“ und „Metamagicum“, die ich vor knapp zwanzig Jahren gelesen habe. Zum Beispiel schreibt er über die Zahl p: „Die Zahl p ist die Anzahl der Minuten pro Tag, die ich damit verbringe, über die Zahl p nachzudenken. Meistens geht sie mir im Kopf herum, wenn ich mich rasiere.“

Oder: „Wenn Sie denken, dieser Satz ist verwirrend, dann ändern Sie einfach eine Sau.“ Diesen Satz (aufgeschrieben und eingerahmt) habe ich einmal meiner Mutter zu ihrer großen Freude und Belustigung zum Geburtstag geschenkt.

Oder: „Dieser Satz hat Schnapsidee sechs Wörter.“

Oder: „Dieser Satz versucht verzweifelt, der monotonen und nervtötenden Abfolge selbstbezüglicher Sätze zu entkomenn, scheitert jedoch.“

Heute, in Buenos Aires, erfinde ich folgenden Text: „Für diesen Satz, dessen Konstruktion und Grammatik – obwohl in bester Intention (und begonnen mit Leidenschaft, deren Größe – oder vielmehr Stärke – nicht seinen Beginn gefunden hatte bzw. finden sollte, ist keine Rettung.“

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