Maike, Sergej, Katrin, Marcel

Maike war auf dem Heimweg von ihrer Werbeagentur.

Sergej war zusammen mit seiner Familie auf dem Weg zu befreundeten Nachbarn.

Katrin telefonierte mit ihrem Chef.

Marcel stand am Hauptbahnhof und starrte durch die Glaswände auf das Gleisfeld.

Sergej fiel auf, dass seit mehreren Minuten niemand ein Wort gesagt hatte.

Marcel versuchte, die Weichen zu zählen, und gab es irgendwann auf.

Maike war schlecht gelaunt und achtete wenig auf ihre Umgebung – im Moment eine kleinere Querstrasse am Rande der City.

Katrin versuchte sich zu erinnern, was das sehr Wichtige war, das sie ihrem Chef unbedingt hatte sagen wollen.

Marcel studierte den Zug-Ziel-Anzeiger und stellte fest, dass seine Regionalbahn nunmehr 20 Minuten Verspätung hatte.

Sergej fragte sich, was seine Kinder beschaeftigte, die sonst niemals gleichzeitig still waren.

Maike registrierte ein neues Geschäft in der Querstraße, konnte aber nicht identifizieren, was dort verkauft wurde.

Katrin fiel auf, dass sie ihrem Chef überhaupt nicht zuhörte, was nicht gut war.

Marcel starrte erneut auf die Gleisanlagen und fing an, die Weichen zu zählen, bis ihm einfiel, dass er das schon einmal versucht und abgebrochen hatte.

Maike fragte sich, warum sie so schlecht gelaunt war, und stellte fest, dass sie es nicht mehr war.

Katrin konzentrierte sich auf das Telefonat mit ihrem Chef und verstand, dass er, was selten vorkam, von BUYOL sprach.

Sergej entdeckte ein seltsames Gebäude, das ihm in dieser Vorortstrasse noch nie aufgefallen war.

Marcel registrierte in der Ferne den herannahenden ICE.

Maike freute sich, dass sie nicht feststellen konnte, was in dem ominösen Geschaeft verkauft wurde; etwas für später.

Sergej war unklar, ob das Gebäude, das eher an eine Fabrikhalle erinnerte, Wohnzwecken diente.

Marcel sah, dass der ICE in der Ferne zum Stehen gekommen war, obwohl kein anderer Zug zu sehen war; vermutlich war der Bahnsteig besetzt.

Katrin schilderte ihrem Chef ihre Meinung zu BUYOL – chaotisch, zeitraubend, etc -, der verständnisvoll zuhörte, zumindest hatte sie das Gefühl.

Maike beschleunigte ihren Schritt, schaute mal hierhin und mal dorthin, das gleitende Gefühl kam wieder.

Sergej entdeckte auf den Aufgangsstufen eines Hauses die Vorortzeitung und mußte wieder an die Formirovanie denken.

Katrin erzählte ihrem Chef von ihrer Flugvision während der BUYOL-Telefonkonferenz, wobei sie einige Details veraenderte.

Marcel war erschlagen von der Riesigkeit der Bahnhofsgleisanlagen: Gleise, soweit das Auge reichte.

Maike überquerte die große Ausfallstraße und ging auf der anderen Straßenseite schwungvoll nach rechts weiter.

Katrin war froh, dass ihr Chef das mit der Flugvision richtig einordnen konnte – als kleine Ablenkung während einer eher unproduktiven, aber unvermeidbaren Aktivität, und nicht als generell unkonzentrierte Arbeitseinstellung – sie hätte das nicht jedem erzählt, aber bei ihm ging das.

Sergej fragte Petra, ob sie sich an die Zeitungen erinnern könnte, die es in ihrer Kindheit gab, was Petra jedoch verneinte.

Marcel begeisterte sich an der Kompexität der Schienenführung, aus dem Bahnhof gingen über 20 Gleise heraus, aber in der Ferne mündete alles auf vielleicht 4-6 Ausfallgleise, genau war das nicht zu erkennen.

Maike hätte fast eine ältere Frau gerammt, konnte aber im letzten Moment ihre Richtung korrigieren.

Katrin wurde plötzlich klar – eine Meldung ihres Unterbewußtseins – wovon ihr Chef die ganze Zeit erzählt hatte, nämlich von dem geplanten Abteilungsmeeting.

Sergej sah in der Ferne auf der linken Seite das Haus der Freunde, ein Fleck angenehmes dunkles Rot.

Marcel zuckte zusammen und schaute auf die Bahnhofsuhr, der Zug würde gleich kommen.

Katrin schlug ihrem Chef vor, auf dem Abteilungsmeeting kurz zu BUYOL zu berichten, worauf er zustimmte und bemerkte, dass er das Gespräch jetzt abbrechen müsse.

Maike bog von der Ausfallstraße nach links in die Straße ein, wo sie wohnte.

Marcel bestieg seine Regionalbahn.

Sergej öffnete die Tür des Hauses der befreundeten Nachbarn.

Maike stieg die Treppe ihres Hauses empor.

Katrin legte auf.

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