Frankfurt, 21.07.07

– CSD (Christopher Street Day). Gut gebaute und leicht bekleidete junge Männer durchkreuzen paarweise die Stadt. Nachts wird auf der Zeil in psychedelischen Lichtorgeln harter Techno getanzt.

– Wilde, anfeuernde Schreie aus dem Fenster im ersten Stock über DEICHMANN Schuhe, dazu schweisstreibende Musik. Ein älteres Ehepaar, Frau zum Mann: „Das ist ein Fitnessstudio“.

–  Viele Ausländer unterwegs, in der S-Bahn hört man Deutsch – zumindestens akzentfrei – eher selten.

– Die üblichen Jesusprediger (-schreier). Auszug: „…sind Sie verheiratet ? Gut. Sie sollen Kinder haben. Viele Kinder. Die Familie soll gross sein ! Viele Kinder. Aber nicht: Viele Frauen. Nein. Auch nicht viele Männer…“

– Starbucks, einsetzender Regen, ein Teil der Gäste zieht nach Innen um. Ein Teil bleibt draussen. Ein etwa 10jähriges Mädchen trommelt Rhythmen auf die Knie seines Vaters.

– Geschäfte, die man vom Starbucks aus sieht: Dresdner Bank, rombus Zeitarbeit, Claudio Licci Friseure, Hitparade (Mode), Glenfield (Mode), Sparkasse, China-Restaurant Jasmin, Kosmetik Valence, Park Cafe, und die zahlreichen Gourmetshops und Restaurants der Fressgass.

– Zwischendrin immer wieder abgerissene, bettelnde Gestalten.

– Ein Straßenstand verkauft „Rindsbratwurst grob“.

– Die Passanten: In der Regel gut gekleidet, gestylt, mit konkretem Ziel irgendwohin unterwegs.

– Dazwischen vereinzelte Touristengrüppchen, davon viele asiatischen Aussehens.

– Die Athmosphäre: Busy.

– Viele moderne Rikschas unterwegs, zwecks individueller Rundfahrt für Touristen auf zwei Rädern (die Rikschas, nicht die Touristen).

– Die vielen angeheuerten Hilfskräfte, die irgendwelche Marktforschungen bei Passanten durchführen, erkennen schon auf den ersten Blick, dass sic mich anzusprechen nicht lohnt.

– Viele Kinder.

– In einer Querstraße die linke Kneipe „Voltaire“.

– Im „Kunstsupermarkt“ gibt es viele vermutlich preisgünstige Bilder aller Stilrichtungen, und nebenan bei „Butlers“ den elektrischen Mückenfänger „no escape“.

– Ich warte auf den Auftritt meiner Freunde, der Sambagruppe A. B., im Rahmen des CSD-Umzugs.

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