« Est-ce que vous savez la heure ? »
Die Frau im Bistro zeigt mir ihre Uhr.
« Et a quelle temps nous arriverons a Cologne ? »
« Je ne le sais pas, parce que… »… weil sie in Brüssel aussteigt. Ich bin gerade am Fragen, wann das ist, als wir durch eine Ansage unterbrochen werden. Die Frau hört der Ansage sehr genau zu. Dann erläutert sie mir etwas auf französisch, und ich glaube zu verstehen, dass sie in Brüssel in einen anderen Zug umsteigen muss. Also frage ich, woher sie kommt – aus Brüssel.
Es stellt sich heraus, dass sie mir erklärt hat, dass ICH in Brüssel in einen anderen Zug umsteigen muss, um nach Köln zu kommen; offenbar aufgrund irgendeines Schadens.
Anfangs habe ich noch versucht, mit ihr französisch zu sprechen, weil ich aufgrund meines gerade in Barcelona absolvierten Spanischkurses sozusagen fremdsprachenaffin bin, gebe aber jetzt auf und biete Englisch an. Sie kann aber kein Englisch, Spanisch auch nicht, also doch Französisch.
Sie kommt gerade aus Paris, wo sie einen Tag Urlaub verbracht hat. Nachdem sie anfangs sehr reserviert wirkte, ist sie nun lebhafter, verabschiedet sich dann aber mit einem unvermittelten « au revoir ».
Ich steige in Brüssel in den anderen Zug um, der übrigens einen regulären und geplanten Umstieg darstellt, und besetze im anderen Zug, der auch ein „Thalys“ ist, denselben Platz in demselben Wagen, der genau gleich aussieht wie der erste, und verstaue in gleicher Weise meine Sachen in der Gepäckablage. Das erinnert mich an den Film „Und täglich grüsst das Murmeltier“ mit Bill Murray.
Lustig, dass mir an diesem Tag schon mal etwas Ähnliches passiert war: Ich hatte in einer Pariser Metrostation zusammen mit einer alten Fahrkarte versehentlich einen wichtigen Ausweis in den Papierkorb geworfen und dies erst am „Gare du Nord“ festgestellt, als ich genau diesen Ausweis brauchte. Also musste ich zur selben Metrostation zurückkehren – der Ausweis war glücklicherweise noch auffindbar – und dieselbe Strecke nochmal fahren.
